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Neu: Offizielle Gesamtwertung SSER

News vom 11.8.2008

Helly gewinnt Rally Mongolei 2008

Weitere Fotos in der Bildergallerie

Etappe 8: Hustai - Ulaanbaatar:

Früh ging es los zu den letzten Kilometern in die Hauptstadt der Mongolei. Es gab nur mehr eine Sonderprüfung und Helly hatte beinahe den Gedanken aufgegeben, dass er gewinnen könnte, da der Japaner Nabae zu stark in den letzten Tagen gefahren war. Mit dem Mut der Verzweiflung, den extremen Willen siegen zu wollen, machte sich Helly zum Start bereit. Auf der relativ kurzen Sonderprüfung verlangte er dann noch einmal alles von sich und seiner KTM 450 ab.

Manfred Dreissger, der die Navigation vor Ort übernahm und für die GPS Geräte der Crew verantwortlich war, hatte mit dem Mechanikerteam am Lenker dann auch noch eine Spezialkamera montiert und man wird bei der geplanten Dokumentation diese Etappe aus Sicht des Fahrers zur Gänze mitverfolgen können. Extrem, wie schnell und wendig Helly Frauwallner seine KTM durch die schwierigen Bedingungen navigiert.

Und es ist ihm gelungen! Er ist VOR seinem großen Kontrahenten, dem Japaner Yuzo Nabae, durch das Ziel gekommen und hat es tatsächlich mit seinem eisernen Willen geschafft, das Rennen für sich zu entscheiden.

Im Ziel angekommen, ein sichtlich erleichterter Helly. Ja, es ist vollbracht und geschafft. Er war nicht nur mit dabei, sondern er hat auch gleich auf Anhieb die Klasse bis 450 ccm bei dieser Rally für sich entschieden. Jubel auch beim Team für seine großartige Leistung. Es hat sich ausgezahlt. Eine Vorbereitung, die beinahe über ein Jahr gedauert hat.

Viel ist da aufgetaucht in den letzten Stunden hier in Ulan Bator. Die Rally zieht beim Team wie ein Film vorbei.

Das Mechanikerteam mit Ernst Huber und Christian Plaschg, die beinahe jede Nacht beide Hände voll zu tun hatten, um Helly`s KTM in "Topform" zu halten. Es kann wohl keine Besseren als die zwei für eine solche Aufgabe geben.

Manfred Dreissger, eigentlich hätte er der Scout mit einem Motorrad sein sollen. Nur, dass wurde vom Veranstalter untersagt - sonst wäre Helly disqualifiziert worden. Und so hatte er die Programmierung für die komplette GPS Ausrüstung der beiden Begleitfahrzeuge und von Helly` s GPS übernommen.

Sascha Seelhofer, der Chef von Bella Eva war als Koch geplant. Auch hier kam es anders und man disponierte um, da ein eigenes Camp nicht verantwortbar gewesen wäre, wurde er guter Geist des Teams und gerade durch die Schwierigkeiten von Helly mit seinem Rücken, hat er begonnen Helly tagtäglich am Morgen und am Abend zu massieren. Auch als Ersatzfahrer (man war auch in den Begleitfahrzeugen 10 - 12 Stunden tagtäglich unterwegs) leistete er hervorragende Dienste.

Volker Wohlgemuth, der Sportfotograf hat erste Bilder von der Rally für die Homepage übermittelt. Eine eigene Dokumentation wird es zur Rallye mit sensationellen Profiaufnahmen geben.

Weiter an Board war Stefan Rosner, der Kameramann von Christl Stürmer. Wieder gibt es so spektakuläre Aufnahmen aus dem Hubschrauber und auch aus der Wüste. Zu Hause in der "Basistation" haben Gottfried Deutsch und Resi Frauwallner die Fans mit den neuesten Infos versorgt. Dies war sehr schwierig, da in weiten Teilen der Mongolei nur mit aufwendiger Satellitenkommunikation eine Übertragung - und dies nicht immer - von Daten möglich ist. Mit im Rallyteam Bertram Mayer, der Helly auch während der Vorbereitung zur Seite stand, war vor allem während der Rally für die Dokumentation verantwortlich.

Für alle ein aufregendes Abenteuer mit vielen neuen Erfahrungen... Ein Team, das durch diese Rallye zusammengeschweißt wurde!

Und nun? Man wird sehen! :-)))

Bleib dabei auf:
www.helly-frauwallner.at

News vom 10.8.2008

Etappe 7: Kharakorum - Hustai:

Für Helly war dies die wohl schwierigste Etappe. Kurz vor dem "Special Start" (Sonderprüfung, die auf Zeit gefahren wird) wollte Helly nochmals die Route auf dem Roadbook (ist die Navigationshilfe für den Rallyepiloten) studieren. Bei dem Rollen ist diese Roadbook, das aus geklebten Einzelblättern besteht, gerissen. So musste Helly diese Sonderprüfung ohne das wichtige Roadbook fahren und war damit abhängig anderen Fahrern nachzufahren, und abhängig ob diese richtig navigierten.

Durch das erforderliche, knappe Nachfahren (Helly durfte keinesfalls den vorausfahrenden Piloten verlieren, sonst hätte er keine Navigation mehr gehabt) hat es derart gestaubt, dass er gezwungen war, die eingestaubten Brillen runter zu reißen, um etwas an Sicht zu gewinnen. Der Staub hat aber auch seine Augen total belastet und er konnte nur mit brennenden Augen ins Ziel fahren.

Dadurch, dass das Roadbook gerissen war, konnte Helly diese Etappe -  die genau für seine Stärken gewesen wäre - nicht ausspielen. Es wäre eigentlich mit tiefem Sand eine optimale Motocrossstrecke gewesen.

Dadurch hatte Helly auf der 7 Etappe und dem führenden Japaner Yuzo Nabae wieder 7 Minuten verloren - und der Krimi ging so bis zum letzten Tag weiter!

Roadbook - Erläuterung:

Dies ist eine Papierrolle, auf der Entfernungen, Hindernisse und zu nehmende Abzweigungen angegeben sind, sowie GPS Koordinaten, wenn man sich total verfährt. In einem Kasten auf den Armaturen, wird diese Rolle eingespannt und am linken Lenkergriff mit Tasten ein Motor für die Rolle nach vor und rückwärts bewegt. Es ist darunter aber KEINE Landkarte zu verstehen, sondern lediglich eine Orientierungshilfe mit Entfernungsangaben, die aber abweichen können.

News vom 9.8.2008

Etappe 6: Bayanhongol - Khamakorum:

Bei der Etappe 6 ist Helly besonders gut gefahren und konnte sehr viel Zeit wettmachen. Gleichzeitig war diese Etappe durch die Laenge auch sehr anstrengend. Helly konnte im Spitzenfeld der Fahrer hervorragend mitmischen und seine Staerken und die des Motorrades ausspielen.

Besonders beeindruckend dabei auch die Vorbeifahrt von Helly Frauwallner am beruehmten Kloster der ehemaligen Hauptstadt des Weltreichs von Dschinghis Khan.

 

News vom 8.8.2008

Kameramann Stefan Rosner vom Team Helly Frauwallner rettet japanischem Motorradfahrer das Leben

Die 3. Etappe der „Rally Mongolia 2008“, wo Helly Frauwallner schwer gestürzt ist, hatte auch weitere Opfer.

Viele Fahrer verfehlten den Checkpoint in der Wüste, der offensichtlich schwer zu finden war. Aufgeben mußte dabei das Buggy-Team aus der Mongolei.

Bis in die Nacht wartete man auch auf den japanischen Motorradfahrer Ebisawa, der bereits mehrmals an Rallyes teilgenommen hatte. Groß war die Unruhe im Lager, als Ebisawa auch nach Mitternacht noch immer nicht im Fahrerlager war. Gerade die Wüste hat bei Rallyes schon viele Opfer gefordert, da sie von unerfahrenen Fahrern manchmal unterschätzt wird. Leicht verliert man trotz GPS und Routebook die Orientierung und versinkt im unendlichen Sand. Die Abschätzung von Entfernungen unterliegt hier anderen Regeln. Nur in der Nacht ist es unmöglich in der Weite der Wüste eine Suche zu starten und so wartete man bis in das Morgengrauen.

Ebisawa hat zu allem Unglück sein Satellitentelefon unterwegs verloren und konnte sich daher nicht melden. Er war nach einem Sturz völlig erschöpft nicht mehr von seinem Standort losgekommen und wartete die ganze, kalte Nacht in der Einsamkeit der Wüste auf Hilfe. Früh morgens wurde vom Veranstalter der Rally Mongolia ein Suchtrupp für den Hubschrauber zusammengestellt. Für Hilfe und Dokumentation wurde Stefan Rosner, der Kameramann vom Team Helly Frauwallner entsandt.

Nach über 2 Stunden, wo man den entsprechenden Wüstenabschnitt abgesucht hatte und man am überlegen war, ob man die Suche nicht abbrechen sollte, entdeckte Stefan Rosner mit seinem geübten Kamerauge am Horizont das Blinken einer Felge. Rasch drehte man um – und der Hubschrauber konnte den völlig entkräfteten und unterkühlten Ebisawa bergen, samt seinem Motorrad.

Stefan Rosner war damit gleich im Morgen der Held im Camp, wo dann auch das Team von Helly Frauwallner sehr stolz war.

Kurz war auch die Nacht für das Versorgungsteam von Helly. Nach einem Keilriemen riß an einem der Fahrzeug, verging viel Zeit bis Ersatz gefunden werden konnte. Nach einigen, wenigen Stunden ging man dann schlafen, um bereits um 5 Uhr Tagwache zu haben. Es war geplant, daß ein Fahrzeug vorausfuhr, damit das Motorrad rasch nach Hellys „Heimkehr“ im nächsten Camp serviciert werden konnte. In den vergangen Tagen war man immer stark verspätet mit den Begleitfahrzeugen eingetroffen, da sie die gleiche Route wie die Rallyefahrer nehmen mußte.

Das zweite Team begleitete Helly zum Briefing und zum Start. Dazu kam eben der Einsatz von Stefan Rosner.

Das Versorgungsteam 1 mit den Mechanikern Ernst Huber, Christian Plaschg und Sascha Seelhofer, sowie dem Mongolen Batzorig Badarach hatte aber Pech. Bereits 100 km gab es eine Reifenpanne. Rasch wurde der Reifen gewechselt und es ging weiter. Aber vor dem 2. Checkpoint hatte man einen Reifenplatzer – und nunmehr kein Reserverad zur Verfügung. Eine solche Panne ist in dieser einsamen Gegend sehr dramatisch. Kein Telefon funktioniert hier, um beispielsweise einfach den ARBÖ – wie in Österreich – rufen zu können. Nach 2 Stunden kamen Mongolen auf Motorrädern daher und halfen prompt. Sie fuhren zu ihren Jurten und improvisierte. Nach über 1 Stunde war dann der Reifen repariert.

Als Belohnung gab es dann Würstel von Bernd Triebl, einem der Sponsoren von Helly Frauwallner.

Man war froh, dies so glimpflich überstanden zu haben. Man hatte sich innerlich schon auf einen stundenlangen Marsch bis zum nächstgelegenen Mongolendorf eingerichtet. Aber die nächste Panne lies nicht lange auf sich warten. Man hatte sich verschätzt und es war zu wenig Diesel im Tank. Auch ein Reservekanister mit Diesel fehlte. Und dies alles auf einer mongolischen Hochebene auf rd. 2.600 m Seehöhe. Da kam leichte Verzweiflung auf. Wiederum nach rund 1 Stunden tauchte ein mongolischer Laster auf, der drei Liter Diesel aus seinem LKW-Tank an das Team verkaufte. So kam man viele Stunden verspätet am Zielort an. 522 km in 17 Stunden.

Auch diesesmal war Helly vor der Crew im Fahrerlager.

Die große Freude des Tages: Helly ist nun ganz vorne auch in der Gesamtwertung dabei, wo auch die PKW dazuzählen. Er hat heute Zeit gut gemacht. Nur auch heute hatte er wieder einen Sturz…

Das zweite Team von Helly Frauwallner mit Bertram Mayer, Volker Wohlgemuth, Stefan Rosner, Manfred Dreissger und einem mongolischen Fahrer hat für die Strecke 12 Stunden gebraucht. Unfaßbar. Die Hauptverbindungswege sind hier einfach nicht asphaltiert….

… Und Ernst Huber und Christian Plaschg werden auch diese Nacht das beschädigte Motorrad wieder bis in die Morgengrauen Einsatzbereit machen, wenn es zum Zentrum von Dschinghis Khan geht. Kamakorum – die ehemalige, berühmte Hauptstadt des Weltreiches der Mongolei steht als Tagesziel zur Aufgabe.

 

News vom 7.8.2008

Heutiges Livetelefonat mit Antenne Steiermark

E-Mail Nachricht von Betram Mayer aus der Mongolei

Schwerer Sturz von Helly Frauwallner bei 3. Etappe

Düne in der Wüste wurde zum Verhängnis

Ein warmer, sonnenstrahlender Morgen weckte Helly Frauwallner und die Crew zum 3. Etappentag der Rally Mongolia 2008.

Im Camp, das mitten in der Einöde liegt, musste der gestrige Tag bei Schlechtwetter verbracht werden. Da gab es auch genügend Zeit sich auszuruhen und für die 3. Etappe vorzubereiten.

Dies war notwendig, da diese Etappe zwar „nur“ 280 km lang ist, aber einmal mehr eine besondere Herausforderung an das fahrerische Können aller Teilnehmer darstellte.

Im täglichen, morgendlichen „Briefing“ (Streckenerläuterung der Rallyeleitung) wurde nochmals auf die besonderen Gefahren der Wüstenabschnitte dieser Rallye hingewiesen.

Von der Strategie des Teams von Helly Frauwallner war vorgesehen, dass nur ein Begleitfahrzeug zu einem vereinbarten GPS Punkt mit Treibstoff vorausfuhr. Während der Etappe gab es keine Tankstelle.

Volker Wohlgemuth der Fotograf und Stefan Rosner der Kameramann waren für einen Mitflug im Helikopter eingebucht, um die Rallye von oben zu dokumentieren.

Helly Frauwallner startete auch diese Etappe wieder hochmotiviert. Die Mechaniker Ernst Huber und Christian Plaschg hatten mittlerweile das Motorrad in Topzustand versetzt und die erforderlichen Schweißarbeiten an den gebrochenen Halterungen der Zusatzgeräte durchgeführt. Auch die Elektrik mit der Navigation von Garmin wurde ein weiteres Mal umgebaut und optimiert.

Eine halbe Stunde nach dem Start hatte Helly die ersten, vor ihm gestarteten Teilnehmer eingeholt und überholt.

Die enduromäßige Etappe lag ihm besonders, bis es nach ca. 100 km zu einem folgenschweren Zwischenfall kam. Helly fuhr mit Hochgeschwindigkeit eine Düne in der Wüste an. Typischerweise haben Dünnen auf beiden Seiten die Gleiche Neigung. Nur bei dieser war es anders. -

Zur zirka gleichen Zeit, rund 90 Kilometer von Helly entfernt, musste das Team im Begleitfahrzeug in der Wüste kapitulieren und umdrehen, da der Allradantrieb nicht einwandfrei funktionierte. Die Räder des Fahrzeuges gruben sich immer wieder tief in den Sand ein. Damit war ausgeschlossen, dass auch der mit Helly vereinbarte GPS-Punkt erreicht werden konnte. Mit letzter Kraft konnte das Fahrzeug freigeschaufelt und aus der Wüste vom mongolischen Fahrer Batzorig herausmanövriert werden. Zusätzlich hatte man auch eine Reifenpanne. Die Stimmung der Crew mit Sascha Seelhofer, Manfred Dreissger und Bertram Mayer sank auf den Nullpunkt. Man fuhr zum übernächsten GPS Punkt, wusste aber nicht, ob Helly ihn schon passiert hatte und ob ihm nicht bereits der Sprit ausgegangen war. -

Während dieser Geschehnisse hatte Helly einer seiner schrecklichsten Momente in seiner Motorsportkarriere. Bei der Anfahrt dieser Düne musste er am Grat in Bruchteilen einer Sekunde erkennen, dass er sich verschätzt hatte und die Dünne viele Meter steil wie ein Felsen abfiel. Instinktiv reagierte er richtig. Er bremste nicht, ging nicht vom Gas und rettete damit wahrscheinlich sein Leben. Er sprang mit dem Motorrad in Hochgeschwindigkeit, so wie bei einem Sprungturm, weit hinaus und nach endlos erscheinenden Sekunden landete er mit extremster Wucht auf ebenem Gelände. Der Aufprall war derart hart, dass er für Bruchteile einer Sekunde die Besinnung verlor und es ihm schwarz vor Augen wurde. Helly meinte, dass er nun sterben müsse, da ein Mensch – und er hatte als Weitsprungmeister am Motorrad und als ehemaliger Motocrosser einiges an Erfahrung – diesen Aufprall nicht überstehen könne.

Helly beschrieb danach: „Vor meinem geistigen Auge zog mein Leben an mir vorüber, während des Aufpralls. Mir war, als würde mein Motorrad auseinander brechen. Es gab einen Knall, auch meine tolle Spezialfederung von Whitepower an der KTM 450er half da nichts mehr. Bis zum Anschlag wurde ich und das Motorrad von dieser Aufprallkraft niedergezogen!“

Nach einer Schrecksekunde kam Helly zu stehen und tastete sich am ganzen Körper ab, um festzustellen, ob er irgendwo gelähmt oder etwas gebrochen war. Gott sei Dank, dies war nicht der Fall. Trotzdem war ihm schwindlig vor Schmerzen. Langsam begann er wieder – mit zitternden und schmerzenden Gliedern und dem unbändigen Willen nicht aufzugeben – die Etappe vorsichtig fortzusetzen.

Er hat wegen der „kurzen“ Etappe auch sein Satellitentelefon nicht dabei und hätte so auch keine Hilfe rufen können, da er abseits der Route alleine unterwegs war.

Ja, die Wüste hätte bald ihr Opfer gefordert.

Nach langen 90 Kilometern traf er völlig verwundert auch sein Rallyeteam und war unendlich glücklich, seine Freunde nach diesem Erlebnis zu treffen. Er berichtet kurz von seinem Unfall – das Team war schockiert.

Rasch wurde getankt, von Aufgeben keine Spur – trotz der großen Schmerzen.

Im Camp wurde er von den japanischen Ärzten umgehend an seiner Wirbelsäule untersucht. Man war verwundert, dass er diesen Sturz überlebt hatte.

Er wurde sofort entsprechend medizinisch versorgt und auch eine schmerzstillende Spritze wurde im verabreicht. Nach den Erzählungen war auch die restliche Crew tief betroffen – so hätte diese Abenteuer hier in der Wüste für Helly enden können. Stille bei der Crew – keiner wollte sich das Schlimmste ausmalen.

Trotz des dramatischen Sturzes befindet sich Helly Frauwallner bei der Rally Mongolia noch immer im Spitzenfeld.

Morgen geht´s weiter auf 520 km nach Bayanhongol – zwischendurch auf über 3.000 m Seehöhe.

Gut, daß dieser Tag so ausgegangen ist….

 

News vom 5.8.2008

Master of Gobi

Helly Frauwallner unterwegs auf der härtesten asiatischen Rallye

Zwei Tage hat der mehrfache österreichische Motocross-Staatsmeister auf der „Rally Mongolia 2008“ bereits hinter sich. Sie führt auf über 3.500 km durch die Steppen- und Wüstenlandschaft der faszinierenden Mongolei – ausgehend von der Hauptstadt Ulan Bator, wo auch das Ziel ist.

Ein internationales Teilnehmerfeld mit rund 80 Fahrern stellt sich dieser härtesten asiatischen Rallye.

Der erste und einzige Österreicher ist Helly Frauwallner. Mit dabei eine Servicecrew aus der Heimat.

Hauptsächlich dominieren Teilnehmer aus Japan, Rußland und der Mongolei das Starterfeld. Auch einige deutsche Fahrer sind im Teilnehmerfeld zu finden.

Nach zwei Tagen ist Helly Frauwallner im Spitzenfeld seiner Wertungsklasse. Frauwallner dazu: „Noch ist die Rallye nicht zu Ende, so vieles kann auf den nächsten tausenden Kilometern passieren. Ein kleiner Fehler und schon kann dies das Aus für mich und mein Motorrad bedeuten –ich bin da sehr realistisch und trotz der Strapazen der ersten zwei Etappen noch immer hoch motiviert. Ohne Team wäre es aber unmöglich diese Rallye zu fahren. Dies zeigen auch die ersten Ausfälle bereits“

Groß geschrieben sind vom japanischen Veranstalter aber die Sicherheitsmaßnahmen, da bei jeder internationalen Rallye nach wie vor schwerste Unfälle passieren und es nicht selten Tote dabei gibt.

Deswegen gab es heute auch vom Veranstalter „SSER“ eine Zwangspause. Auf Grund schlechten Wetters konnte der Hubschrauber nicht starten, der für Flugaufnahmen und vor allem im Notfall zum Einsatz kommt.

Gefordert ist die Service- und Begleitcrew rund um Bertram Mayer vom ersten Tag an: „Bis jetzt hatten wir Mühe jeden Tag der Rallye mit dem Ersatzteilen und der Crew folgen zu können, da die Fahrverhältnisse extrem schwierig sind. Bei diesen schlechten Straßen können wir teilweise nicht schneller als 45 km/h im Schnitt fahren, sonst würden unsere speziellen Geländewagen wohl auseinanderfallen, oder wir würden uns einer zu großen Gefahr eines Unfalls aussetzen. 17 Stunden haben wir gestern alleine für 588 km benötigt!“

Es ist unwahrscheinlich, wie sehr das Team gefordert ist. Jede Nacht haben bis jetzt die Mechaniker Ernst Huber und Christian Plaschg am Motorrad gearbeitet. Der Materialverschleiß ist extrem hoch. Helly hat aber bereits gezeigt, daß er zu den Besten gehören kann – die nächsten Tage werden zeigen, was möglich ist.

Bereits am zweiten Tag ist einer der mongolischen Fahrer der Begleitfahrzeuge vor Übermüdung eingeschlafen und es wäre dadurch für das österreichische Team beinahe zur Katastrophe geworden.

Ab dem morgigen Tag ist Frauwallner in den Sanddünen der Wüste unterwegs, um „Master of Gobi“ zu werden.

Die extremen Temperaturunterschiede setzten in den letzten zwei Tagen allen Teilnehmern besonders zu. Glühende Hitze am Tag und klirrende Kälte in der Nacht sind typisch für die Mongolei und die Wüste. Dies wird in den nächsten Tagen noch schlimmer werden.

Nicht ganz dreitausend Kilometer sind noch zu bewältigen - im Reich des großen Dschinghis Khan - vorbei an unzähligen Jurten und Dörfern in einer einzigartigen Landschaft, wo die Zivilisation noch nicht wirklich Einzug gehalten hast!

 

News vom 4.8.2008

1. Etappe erfolgreich beendet!

Helly ist nach dem ersten Tag Führender in der Klasse unter 500 m³ - in der Gesamtwertung belegt er den 6. Platz.

Die Etappe führte durch 3 Bundesstaaten der Mongolei und war problemlos zu bewältigen – lediglich die Navigation vom japanischen Veranstalter ist gewöhnungsbedürftig.

Das internationale Starterfeld besteht aus Fahrern von Russland, Japan, Mongolei bis zu den Niederlanden und Deutschland.

Aufgrund des extrem hohen Tempos haben die 2 Begleitfahrzeuge mit der Crew Schwierigkeiten dem Rallyfeld zu folgen.

Die Fahrt durch gewaltige Landschaften der Mongolei beeindruckt das gesamte Team.

Schwieriger als die heutigen 500 km war der Zeltaufbau für das Team.

Die Nacht werden die beiden Mechaniker nutzen um weitere Verbesserungen am Motorrad vorzunehmen.

Die Stimmung im gesamten Team ist hervorragend.

Morgen erwartet uns die nächste Etappe über 500 km, weiter Richtung Westen der Wüste entgegen.

 

News aus Ulaan Batar 3.8.2008

Noch wenige Stunden bis zum Start.

Das gesamte Team ist in Ulaan Batar angekommen wobei eine Schwierigkeiten zu bewältigen waren.

Ein Teil des Teams musste 10 Minuten nach dem Abflug in Berlin mit dem Flugzeug umkehren – Ursache Hydraulikprobleme – und konnte erst nach einem dreistündigen Aufenthalt die Reise fortsetzen.

Weiters ist ein Teil vom Gepäck unseres Kameramanns noch nicht eingetroffen.

60 nationale und internationale Teilnehmer werden die große Herausforderung in Asien in Angriff nehmen wobei auf die Sicherheit großen Wert gelegt wird. Es gibt umfangreiche Sicherheitschecks und Prüfungen.

Das Team bereitet sich sorgfältig für diese Aufgabe vor.

Fehlende Utensilien wurden auf dem Schwarzmarkt von Ulaan Bator eingekauft.

3 mongolische Fahrer werden unser Team durch die Wüste und Steppe begleiten.

Erste technische Hindernisse wurden von unserem Mechaniker Ernst Huber bravourös gelöst.

Das Bremslicht (LED-Leuchte funktionierte nicht) und musste durch eine von einem mongolischen Motorrad stammenden Bremslicht provisorisch ersetzt werden.

Bei der Rally gibt es eine Zeitstrafe wenn nicht alle Lichter am Motorrad einwandfrei funktionieren.

Beim Briefing gab es tosenden Applaus für Helly der als erster Österreicher bei der Rally Mongolei startet.

Bei Testfahrten für die Rally haben sich bereits 3 Teilnehmer verletzt und werden ausfallen.

Dadurch geht Helly schon als Nr. 8 an den Start.

Die größte Herausforderung an Technik und Fahrer sind sicher die langen Distanzen – täglich rd. 500 km über Stock und Stein.

Vom Veranstalter der SSR Organsation (www.sser.org) wurde ein japanischer Dolmetscher für die Navigation zur Verfügung gestellt.

Es herrscht Hochspannung bei Helly und dem Team – wie wird der 1.Tag ablaufen.

 

 

 

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